Kommentare in SQL

In SQL, insbesondere im Microsoft SQL Server, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Kommentare in Ihren Code einzufügen, um ihn verständlicher und wartbarer zu machen. Hier sind die grundlegenden Möglichkeiten, wie Sie Kommentare in Ihren SQL-Code einfügen können:

In SQL, insbesondere im Microsoft SQL Server, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Kommentare in Ihren Code einzufügen, um ihn verständlicher und wartbarer zu machen. Hier sind die grundlegenden Möglichkeiten, wie Sie Kommentare in Ihren SQL-Code einfügen können:

Kommentare in SQL

Einzeilige Kommentare

Einzeilige Kommentare beginnen mit zwei aufeinanderfolgenden Bindestrichen --. Alles nach diesen Bindestrichen bis zum Ende der Zeile wird als Kommentar behandelt.

-- Das ist ein einzeiliger Kommentar
SELECT * FROM Tabelle;

Mehrzeilige Kommentare

Mehrzeilige Kommentare beginnen mit /* und enden mit */. Alles dazwischen wird als Kommentar behandelt, auch wenn es sich über mehrere Zeilen erstreckt.

/*
Das ist ein mehrzeiliger Kommentar
der sich über mehrere Zeilen erstreckt
*/
SELECT * FROM Tabelle;

Dokumentationsstandards

Ein klares und konsistentes Schema für Kommentare und Dokumentation kann die Wartbarkeit und die Teamarbeit erheblich verbessern. Hier sind einige allgemeine Richtlinien und Best Practices:

Kopfkommentare: Beginnen Sie jedes SQL-Skript oder jede Stored Procedure mit einem Kopfkommentar, der Informationen wie den Namen des Skripts, den Autor, das Erstellungsdatum und eine kurze Beschreibung des Zwecks des Skripts enthält.

/*
Name: MeinSkript.sql
Autor: [Ihr Name]
Datum: [Datum]
Beschreibung: Eine kurze Beschreibung darüber,
was dieses Skript oder die Prozedur tut.
*/

Abschnittskommentare: Nutzen Sie Kommentare, um verschiedene Abschnitte Ihres Codes zu kennzeichnen und zu beschreiben, insbesondere in längeren Skripten oder Prozeduren.

-- ****************************
-- Abschnitt: Datenabfrage
-- ****************************

Beschreibende Variablennamen: Wählen Sie Variablennamen, die den Inhalt und den Zweck der Variablen deutlich machen, um die Notwendigkeit zusätzlicher Kommentare zu reduzieren.

DECLARE @KundenID INT;

Kommentare für komplexe oder wichtige Codezeilen: Wenn eine Codezeile oder ein Block besonders komplex oder wichtig ist, verwenden Sie Kommentare, um zu erklären, was geschieht und warum.

-- Prüfen, ob der Kunde existiert, bevor Daten eingefügt werden
IF EXISTS (SELECT * FROM Kunde WHERE KundenID = @KundenID)

Änderungshistorie: Fügen Sie bei Änderungen am Code einen Kommentar mit Datum, Autor und einer Beschreibung der Änderung hinzu.

/*
Änderungshistorie:
- [Datum, Autor] Erste Erstellung
- [Datum, Autor] Änderung XYZ, weil Grund
*/

Die Wahl der speziellen Konventionen kann von Team zu Team variieren. Das Wichtigste ist, konsistent zu sein und sicherzustellen, dass alle Mitglieder des Entwicklungsteams die Konventionen verstehen und anwenden.

Die Grundprinzipien für Kommentare und Dokumentation sind in den meisten SQL-Datenbanken gleich oder sehr ähnlich, da sie auf dem ANSI SQL-Standard basieren. Allerdings gibt es in der Implementierung und den Funktionen zwischen verschiedenen Datenbankplattformen wie Exadata (Oracle), Teradata, DB2 (IBM), und anderen Unterschiede.

Kommentare

Die Standard-Syntax für Kommentare (-- für Einzeilige Kommentare und /* ... */ für Mehrzeilige Kommentare) ist in den meisten SQL-basierten Systemen konsistent. Jedoch könnten spezielle SQL-Implementierungen oder prozedurale Erweiterungen dieser Systeme eigene Syntax oder Konventionen für Kommentare haben, insbesondere in den erweiterten Programmierungsfeatures, die sie anbieten (wie PL/SQL für Oracle oder T-SQL für SQL Server).

Dokumentationsstandards

Unabhängig von der speziellen Datenbank sollte der Dokumentationsstandard immer konsistent und klar für alle Entwickler und DBAs sein. Hierbei handelt es sich weniger um die spezielle Datenbank-Technologie als um best practices in der Softwareentwicklung.

SQL-Syntax und Funktionen

Wenn wir über die speziellen SQL-Syntax und Funktionen sprechen, gibt es definitiv Unterschiede zwischen den verschiedenen Datenbankplattformen. Zum Beispiel:

  • Exadata (Oracle): Oracle-Datenbanken verwenden PL/SQL als ihre prozedurale Erweiterung von SQL und haben ihre eigene Liste von Built-in-Funktionen und Operatoren.
  • Teradata: Teradata hat seine eigene Erweiterung von SQL namens Teradata SQL, die spezielle Funktionen und Operatoren für seine massiv parallele Architektur hat.
  • DB2 (IBM): Auch bekannt als IBM DB2, hat seine eigenen Funktionen und eine spezielle SQL-Syntax, insbesondere in seinen prozeduralen Erweiterungen.

Es ist entscheidend, dass Entwickler die Dokumentation und die Standards der speziellen Datenbankplattform, mit der sie arbeiten, verstehen und berücksichtigen. Jede Plattform hat ihre eigene Dokumentation, die spezielle Funktionen, Operatoren und Best Practices aufzeigt. Daher ist es ratsam, sich mit der Dokumentation der speziellen Technologie vertraut zu machen und sicherzustellen, dass das Entwicklerteam Zugang zu diesen Ressourcen hat und sich darin fortbildet.

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Über Frank 70 Artikel

Ich bin Frank, Data Warehouse und BI-Entwickler mit langjähriger Expertise in diesem Bereich. Ich verfüge über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung im DWH Umfeld. Das Analysieren und Interpretieren von Zahlen, Daten und Fakten ist meine große Leidenschaft, aus diesem Grunde ist auch diese Seite hier entstanden.

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